Aus dem Ausstellungskatalog:
Wim Wenders hat seit vielen Jahren eine alte Panoramakamera im Gepäck, die immer dann zum Einsatz kommt, wenn die Fülle oder der Eindruck des Gesehenen das Normalmaß sprengt. Das ist bei einem
passionierten Augenmenschen wie Wim Wenders oft der Fall: Landschaften weiten sich ins Unendliche, Horizonte teilen die Welt in Wasser, Erde und Luft; Wüsten und Gebirgszüge überwältigen durch ihr
Schweigen, Straßenfronten in Havanna, Berlin, Houston oder Jerusalem ziehen den Blick in die Untiefen der Zivilisation. Aber er bannt auch Zerstörung und Schrecken in Panoramabilder: in seinen
Ground Zero-Aufnahmen, die kurz nach dem Attentat entstanden sind, wird deutlich, dass die Oberfläche der Erde einen Riss mehr bekommen hat.
